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Das Rittertum 1 - Vasallität und Benefizium

Das Rittertum 1 - Vasallität und Benefizium

 

Vasallität und Benefizium:

Durch Fall des Irminsul (Heidnisches Heiligtum) durch Karl d. Gr. und zur Bekennung des Christentums trat ein neues Abhängigkeitsverhältnis ein, der Treueid wurde ersetzt durch einen Vertrag, in welche sich die Mächtigen zu Schutz und Unterhalt, der Schutzsuchenden zu Dienst und Gefolgschaft verpflichtete.

Der Ursprung der Vasalleninstitution und des Lehnswesen lag vermutlich im 6./7. Jahrhundert im fränkischen Reich der Merowinger.
Die höheren Schichten der Gesellschaft, die Mächtigen und Großen, in Urkunden als optimates bzw. proceres bezeichnet, standen in einem Abhängigkeitsverhältnis zum König, sie hatten ihrerseits Gefolgsleute, die, besonderst wenn sie Wehrdienst leisteten, gasindus genannt wurden, auch sonst mit Namen, die nur Unfreie gegeben wurden, wie z.b. vassus, in der Merowingerzeit soviel wie Haussklave, aus welcher Bezeichnung eines Unfreien das Wort Vasall entstand.

Durch den Akt der commendation in vassaticum trat ein freier Mann unter der Munt eines Mächtigen, der Vasall stellte seine Dienste zur Verfügung und der Herr konnte dem Vasallen den Vertrag erfüllen, indem er ihn in seine unmittelbare Umgebung aufnahm und ihm Kleidung, Nahrung und Schutz gewährte.

Er konnte ihm aber euch ein Stück Land überlassen, wenn nicht zu vollem Eigentum, so doch als Leihgabe (Lehen). In diesem Falle sprach man von einem Benefizium, hier konnte von einer Wohltat die Rede sein.

Beide Institutionen, die Vasallität und das Benefitium, wurden im Laufe der Karolingerzeit miteinander vereinigt, so dass der Begriff des karolingischen Lehenswesens gerecht ist.

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